Volkacher GRÜNE fordern Wohnraumoffensive

v.l.n.r: Friedrich Staib, Harald Hünting, Mario Pierl, Marlies Dumbsky, Moritz Hornung, Dorothea und Burkhard Ebbing. Foto: Jan Schneider

„Zukunft Wohnen – in und um Volkach“ lautete das Thema einer Veranstaltung, zu der der Ortsverband Volkach von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Nachmittag des 11.1.2026 ins Pfarrheim nach Volkach geladen hatte. Um die 100 Besucher*innen waren erschienen, auch die Kinderbetreuung wurde gut angenommen.

Die beiden Stadträt*innen Marlies Dumbsky und Moritz Hornung stellten zum Einstieg dar, dass erschwinglicher Wohnraum seit Jahren Mangelware in Volkach und Umgebung sei. „Aktuell haben wir in der Stadt und Ortsteilen cirka 96  Leerstände und 170 Baulücken, und das bei extrem hoher Nachfrage“, so Hornung. Zu der Standardlösung „mehr Baugebiete“ argumentierte Marlies Dumbsky, dass mit klassischen Neubau-Siedlungen aus Einfamilienhäusern der Mangel nicht zu beheben sei. Vielmehr müssten Grundstücke seitens der Stadt zurückgehalten und mit Mehrfamilienhäusern bebaut, die für alle Altersgruppen finanziell erschwinglichen Wohnraum bieten. 

In weiteren Vorträgen stellten daher der auf sanierungsbedürftigen Altbau spezialisierte Architekt Friedrich Staib sowie Mario Pierl – Eigentümer des ältesten Hauses in Volkach – dar, wie dem alten Gemäuer neues Leben eingehaucht und auch energetisch und heiztechnisch auf einen modernen Stand gebracht werden könne.

Um solche Leerstände jedoch an Interessenten vermitteln zu können, müsse ein städtischer Leerstandsmanager in einer Vollzeitstelle nur für die Verwaltungsgemeinschaft Volkach zur Verfügung stehen und nicht wie aktuell in Teilzeit für mehrere Kommunen, so Stadträtin Marlies Dumbsky. Moderne Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, Gemeinschafts-

wohnprojekte, platzsparende Gemeinschaftsgärten und -grünflächen könnten ebenfalls Teil der Lösung sein. Dazu referierte ein Paar aus Mainz über ihr Gemeinschaftswohnprojekt.

Stadtrat Moritz Hornung betonte, man wolle mit der Veranstaltung dem Thema „Wohnen“ gebührendes Gewicht beimessen und es für die Kommunalwahl auf die Agenda setzen. Es sei ein parteiübergreifend wichtiges Thema, weswegen insbesondere begrüßt wurde, dass auch Stadträte anderer Fraktionen sowie Bürgermeister Heiko Bäuerlein der Einladung ins Pfarrheim gefolgt waren. Moderiert hatte Harald Hünting, Berater für Erneuerbare Energien.

v.l.n.r: Friedrich Staib, Harald Hünting, Mario Pierl, Marlies Dumbsky, Moritz Hornung, Dorothea und Burkhard Ebbing.

Bild: Jan Schneider